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Nachhaltigkeit und Klimaschutz
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Energienutzungsplan

Energienutzungsplan Esslingen am Neckar einstimmig beschlossen

Wo verbraucht Esslingen am Neckar die meiste Wärme? In welchen Stadteilen oder Quartieren besteht das größte Energieeinsparpotenzial und wo gibt es Potenziale für die Nutzung und Erzeugung erneuerbarer Energie? Diesen und weiteren Fragen stellte sich das Projektteam im Rahmen des BMU-geförderten Projekts „Energienutzungsplan Esslingen am Neckar“.

Ziel des Projekts

Das Ziel: ein strategisches Planungsinstrument zu schaffen, das künftig bei der energetischen Planung und Entwicklung von Stadtteilen und Quartieren in Esslingen herangezogen wird. Am 29. April 2013 wurde der Energienutzungsplan im Ausschuss für Technik und Umwelt vorgestellt und einstimmig beschlossen. Damit ist Esslingen eine der wenigen Kommunen in Baden–Württemberg, die einen Energienutzungsplan aufgestellt haben.

Um das Klimaschutzziel „25% weniger CO2 bis 2020“ zu erreichen, wird kontinuierlich an der Umsetzung der vorgeschlagenen Projekte aus dem Klimaschutzkonzept gearbeitet. Die Erstellung eines Wärmeatlasses (Maßnahme Nr. S5 des Klimaschutzkonzepts) ist eine der Bausteine mit hoher Priorität. Dieser wurde zum Energienutzungsplan - ein innovatives, strategisches Planungsinstrument - erweitert.

Die Grundlage dieses Planungsinstruments bildet eine Vielzahl an Daten, die erhoben, berechnet und ausgewertet wurden. Beispielsweise wurde die zu Grunde gelegte Wohnfläche mit Hilfe der Gebäudegrundfläche, der jeweiligen Geschossigkeit und der Dachform ermittelt. Alleine hierzu wurden 16.000 Gebäude erfasst und bewertet. Eine enorme Arbeit, die sich durch die hohe Qualität und Detailtiefe des Planungsinstruments auszahlt.

Der Energienutzungsplan als GIS-Instrument

Dargestellt werden die Ergebnisse auf Baublockebene in Form von so genannten GIS(Geoinformationssystem)-basierten Karten. So können beispielsweise der aktuelle Wärmeverbrauch, der zu erwartende Wärmebedarf in der Zukunft, wie auch die Potenziale von Geothermie, Abwasserwärme etc. visualisiert werden. Miteinander „verschnitten“, d.h. kombiniert, lassen diese Karten Aussagen zu den Potenzialen zu. In der Stadtentwicklung und -planung spielt die aktuelle, aber auch die künftige Energienutzung oder –erzeugung eine wichtige Rolle. Der Energienutzungsplan ist dabei ein hilfreiches Instrument für Stadtplaner damit Energiethemen optimal berücksichtigt werden können. Ein Vorteil des Instruments ist, dass es fortgeschrieben und mit weiteren Daten verknüpft werden kann. Kommen neue Erkenntnisse hinzu, können diese Daten problemlos ergänzt werden.

Karten zum Download

Einstimmiger Beschluss im Ausschuss für Technik und Umwelt am 29.04.2013

Das Projekt wurde mit der Vorstellung im ATU am 29. April abgeschlossen. Der Förderzeitraum endet ebenfalls Ende April. Damit erstreckte sich die Projektdauer über eineinhalb Jahre. Um dieses Projekt zu stemmen, bedurfte es zahlreicher mitwirkender Partner.

Das Büro ebök übernahm dabei die Aufgabe der Erhebung, Auswertung und Erstellung des GIS-basierten Instruments. Die Projektleitung hatte die Stabstelle Klimaschutz im Baudezernat inne. Mitwirkende waren u.a. die kommunalen Energieversorger SWE, die EnBW, die Bezirksschornsteinfegermeister, die Volksbank Esslingen und das Büro „Planung+Umwelt“ sowie Mitarbeiter verschiedener Ämter der Stadtverwaltung.

Einbindung der Ergebnisse des Energienutzungsplans

Im Rahmen des Flächennutzungsplanverfahrens haben die ersten Ergebnisse aus dem Energienutzungsplan als so genannte Strukturkarte „Energie und Klima“ Eingang erhalten. Auch in die künftigen Stadtentwicklungsprozesse sollen diese Informationen einbezogen werden. Zudem dienen die Ergebnisse auch als Basis weiterer Projekte aus dem Klimaschutzkonzept, wie „Klimaschutz in den Stadtteilen und in der Stadtplanung“, „Ausbau Nah- und Fernewärme“ oder auch „Stärkung der erneuerbaren Energien“.

Das Projekt wurde gefördert durch: